Digitalisierung, wie geht das?
Ganz Deutschland redet über das Thema Digitalisierung. Aber was ist Digitalisierung eigentlich? Abseits der Wortdefinition, den Begriff definitiv auf eine Maßnahme festzulegen ist nicht möglich. Vielmehr ist es eine ganze Bandbreite von Aktionen, die dem Zweck dienen, vorher manuelle (physische) Arbeiten, in eine effizientere digitale Form zu gießen.
Nun stellen sich aber viele Unternehmen die Frage, wie setze ich das eigentlich um? Hierfür gibt es verschiedene Möglichkeiten der Herangehensweise. Die beiden Wesentlichen sind das Herangehen von Seiten der IT-Landschaft, d.h. Analyse meiner IT-Architektur, der genutzten Hard- und Software und das Identifizieren von Verbesserungsmöglichkeiten, die sich daraus ergeben. Dieses Prozedere hat den Vorteil, dass ich einen Überblick über meine komplette IT-Landschaft bekomme und im Idealfall ein ganzes Bündel von Maßnahmen ableiten kann. Diese Vorgehensweise ist allerdings sehr aufwändig und nicht immer ist gegeben, dass sie hieraus wirklich sinnvolle Verbesserungen ableiten lassen. Außerdem trifft es auch den Begriff Digitalisierung nicht wirklich, da wir ja schon von der digitalen Seite an die Problematik herantreten.
Die zweite Möglichkeit ist die prozessuale Sicht auf meine Unternehmensabläufe und das Identifizieren von Effizienzpotentialen anhand dieser. Hierbei wird ein kritischer Blick auf einzelne Prozesse/Arbeitsschritte geworfen und Möglichkeiten gesucht, diese effizienter und digitaler zu gestalten. Dies erlaubt eine modulare Herangehensweise an die Thematik und mit vergleichsweise geringem Aufwand (bei der Konzentration auf beispielsweise, einen einzelnen Teilprozess) können teilweise erhebliche Verbesserungspotentiale umgesetzt werden. Dabei bleibt zu beachten, dass dies keine einmalige Aktion ist, sondern ein iterativer, sich wiederholender Kreislauf. Man könnte ihn auch Digitalisierungskreislauf nennen.
Nun stellt sich noch die Frage, kann Digitalisierung mit Eigenmitteln erreichen oder benötige ich Hilfe durch Dritte? Um dies zu entscheiden kann man sich die folgenden drei wesentlichen Fragen stellen:
-Habe ich die notwendige Expertise inhouse zur Verfügung?
-Haben die erforderlichen Mitarbeiter die notwendigen Kapazitäten frei, um sich um diese Aufgabe zu kümmern?
-Wie gehe ich mit der Thematik der Betriebsblindheit um?
Können obige Fragen positiv beantwortet werden, spricht viel dafür Digitalisierungsprojekte inhouse umzusetzen. Ist dies nicht der Fall, sollten Sie sich externe Unterstützung sichern.

